Still singt die Turmuhr heut zum zwölften Male, singt ganz leise um dich
nicht zu wecken, den unter zwei hauchdünnen decken, die Seide glänzt im
Sternenlicht, da wo du bist bin ich ich nicht, will ich bloß sein, so
schläfst du ganz alleine ein, in Dunkelheit, mein Herz, mein wehes Herz,
es sucht dich schon seit Stunden, schon so lang, wütet, brütet über
einem Plan und steckt sich selbst mit Flammen an um die Nacht hell
auszuleuchten und dein Engelsgleiches Antlitz, friedlich dort im
Schlummer finden.
Denn seh ich dein Gesicht, so friedsam in des Mondes Licht, so kalt und
doch wärmer als mein Herz je Schlagen könnt, die Augen einer Göttin, die
selbst unter schweren Liedern meinen kahlen Schädel mit Gedanken
infizieren vermögen, mit Wünschen und Begierden, deinetwegen, nur um
dich, doch wussten sie nicht, dass sie sich schon zuvor nur um dich
drehten, um dich kreisten.
Wie gern wär ich das Mondlicht, das vom Himmel fällt und ganz sanft nun
deine Lippen küsst, sinnlich deine Wangen streichelt, zärtlich deinen
Hals liebkost,
wie gern wär ich nur das Mondlicht, das dich in seinen starken Armen
hält, dich mit fahlen Schwingen vor allem was die Nacht bereithält auch
beschützen wird, selbst wenn die Nacht der Welt in tausend Splitter
seiner Selbst zerfällt, selbst dann ruht es auf dir, bei dir, darf dich
berühren. Meine Gedanken mich entführen, in dich, ich bin das
Mondenlicht, dass dir weißt den Weg.
Ob du es weißt, es jemals wusstest, was die Strahlen jener erhobenen
Helligkeit für dich empfinden, sie wissen es nicht, wissen nicht ob du
es weißt, doch wissen es mit trauriger Stimme zu verneinen und sie
weinen, einen Ozean aus schwarzen Tränen, die sich sosehr nach Liebe
sehnen.
Dort am Strand sitze ich, wie jede sternenklare Mondnacht, die ich
eigentlich an deiner Seite genießen wollte, doch ich sollte nicht, ich
bin hier, nicht bei dir, und so fließen meine müden Blicke hoch ins
Firmament, das in der Sonnen Glut verbrennt, verschwimmt langsam selbst
der Horizont und dass ich wein sieht nur der Mond, nur er allein, drum
wünsch ich mir sein Licht zu sein, das sich spiegelt
hier im schwarzen Meer
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